Methoden und Behandlungsweisen

Das Wichtigste ist die Erhaltung und Verbesserung der Handlungsfähigkeit. Wir achten stehts auf Einbeziehung aller Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Klienten. Der Mensch steht bei uns mit seinen Interessen und Bedürfnissen in Hinsicht auf seine Handlungsplanung und Lebensqualität im Mittelpunkt.

Als Mittel zur ergotherapeutischen Diagnose und Intervention werden u. a. alltägliche Handlungen, oft auch in Verbindung mit der Pflege, benutzt. Hierbei arbeiten wir sehr eng mit dem Pflegepersonal und den Angehörigen zusammen, indem Rücksprachen gehalten und Informationen eingeholt werden.

Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL-Training)

  • Wasch- und Anziehtraining
  • Esstraining
  • Sozialtraining (Einkaufen, adäquate Freizeitbeschäftigung etc.)

Besonders hohen Wert legen wir im geriatrischen Bereich auf allgemeine motorische Aktivierung zur Verbesserung der Partizipation und des Wohlbefindens. Eine gesteigerte Aktivität erhöht die Teilnahme am sozialen Leben und unterstützt den Klienten, etwas zu seinem Lebensumfeld und seiner Gesellschaft beizutragen.

Voraussetzungen

  • Anspruch für Pflegebedürftige, Demenzkranke, geistig Behinderte und psychisch Kranke
  • ein erheblicher Betreuungsbedarf besteht
  • der Pflegebedürftige lebt nicht dauerhaft in einer stationären Pflegeeinrichtung
  • es ist ein täglicher Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf über mindestens ein halbes Jahr gegeben

Leistungsanspruch durch den MDK

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung

  • prüft die häusliche Situation und Pflegebedürftigkeit

Leistungen können ab Pflegegrad 1 in Höhe von 125 € in Anspruch genommen werden.

Begutachtungskriterien

  • Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz)
  • Verkennen oder Verursachen gefährdeter Situationen
  • Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen
  • Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation
  • Inadäquates Verhalten in bestimmten Situationen
  • Unfähigkeit, die eigene körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Unfähigkeit zum Mitarbeiten bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen
  • Störungen der höheren Hirnfunktionen mit dem Problem der Bewältigung sozialer Alltagssituationen
  • Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus
  • Unfähigkeit den Tagesablauf eigenständig zu planen oder zu strukturieren
  • Verkennen von Alltagssituationen mit unanagemessener Reaktion darauf
  • Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliertes emotionales Verhalten
  • Zeitlich überwiegende Niedergeschlagenheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit

Behandlungsablauf

Es ist wichtig festzustellen, welchen Status der Klient bezüglich seiner Selbständigkeit hat und welchen Anforderungen er im Alltag gegenüber steht. Dazu gehört die familiäre, häusliche und berufliche Situation.

Gemeinsam mit dem Klienten und Angehörige legen wir individuelle Behandlungsziele fest. Stehts arbeiten wir eng mit anderen Berufsgruppen, wie Pflegedienste, Ärzte, Physiotherapeuten oder Logopäden zusammen.

Im Verlauf der Therapie werden Ziele, Behandlungsplan und Behandlungsmethoden ständig dem Können des Klienten und seiner veränderten Situation angepasst.

© 2014 Hauskrankenpflege und Ergotherapie Julia Rzegotta GmbH